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In diesem Konzert geht es um Wunderbares, Weibliches und wunderbar Weibliches, denn es nimmt unter anderem die oft eher am Rand wahrgenommene weibliche Dimension der Bibel und der Passionsgeschichte in den Blick – insbesondere verkörpert durch Maria, die Gottesmutter.
Manuel Betancourt Camino (Bassbariton, Mexiko) und Narihito Mukeda (Klavier, Japan) zeichnen mit viel Charme sowie leidenschaftlichen Liedern nach, welche Bedeutungen Maria, die Gottesmutter aber auch andere Marias aus Kultur und Geschichte für Menschen haben können: als Verkörperung von Reinheit, Glaube und bedingungslose Liebe, als fühlende Mutter oder auch als ganz normale Frau, in der sich andere Frauen mit ihrer Lebenserfahrung wiederfinden.
Das Programm beginnt mit einer Reihe von religiösen Marien-Gesängen verschiedener Länder und geht dann über in Songs, Lieder und Arien, die eine Maria besingen, wie etwa das Lied „Marie“ des Franzosen Johnny Hallyday, Leonard Bernsteins bekannter Song aus der West Side Story „Maria“ oder Astor Piazzollas „Maria de Buenos Aires“ - ein Stück, das eine Maria beschreibt, die für die Stadt Buenos Aires und deren Leidenschaft, Liebe und Tango steht. Die Zuhörenden erhalten so ein sehr breites Bild über Maria und ihre vielseitige Verkörperung von Weiblichkeit.
Zu Beginn und während des Programms wird zudem in zwei kurzen Reflexionen über die Darstellung von Maria als Gottesmutter aber auch als Reflexionsfläche für moderne Weiblichkeit in der bildenden Kunst nachgedacht.Kartenpreis: 17,00 Euro
(zzgl. System- und Vorverkaufsgebühren bei Onlinekauf)
Begleitpersonen von Schwerbehinderten haben kostenfreien ZutrittTickets erhältlich über Reservix und an der Abendkasse.
MANUEL BETANCOURT CAMINO (Bassbariton): Der mexikanische Bassbariton und Plácido-Domingo-Stipendiat Manuel Betancourt Camino beherrscht als ausgebildeter Opern- und Konzertsänger ein großes und variantenreiches Repertoire, das von der Oper und den gängigen Oratorien bis zu den folkloristischen Werken Lateinamerikas reicht. Sein Publikum schätzt ihn für seine abwechslungsreichen Interpretationen sowie für seine weiche und nuancenreiche Stimme. Manuel Betancourt Camino wuchs in San Felipe im mexikanischen Bundesstaat Guanajuato auf. Von 1993 bis 1999 studierte er am Conservatorio de las Rosas in Morelia und anschließend von 1999 bis 2002 am Conservatorio Nacional de Música in Mexiko-Stadt. Seit 2002 sang er an der National-Oper in Mexiko-Stadt sowie auf mehreren größeren Festivals und Bühnen in Mexiko, bevor er im Jahr 2005 nach Europa kam und Mitglied des Internationalen Opernstudios des Opernhauses Zürich wurde. Seit 2010 arbeitet er freiberuflich und übernahm unter anderem die Rolle des Figaro in Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Die Hochzeit des Figaro“ an der Opéra de Massy und anderen Bühnen oder zum Beispiel auch die Rolle des Marullo in der Oper „Rigoletto“ von Giuseppe Verdi an der Opéra National du Rhin in Straßburg. Seit 2015 hat Manuel Betancourt Camino seinen Lebens- und Berufsmittelpunkt in Ungarn, wo er unter anderem am Nationaltheater in Pécs auftrat sowie weitere musikalische Projekte sowohl der Klassik als auch der lateinamerikanischen Musiktradition verfolgt.
NARIHITO MUKEDA (Klavier): Geprägt durch seine internationalen Studien und von seiner Konzerttätigkeit mit führenden Musikern sowie ausgestattet mit einem ausgeprägten Sinn für die Entwicklung interessanter Programme, präsentiert sich Narihito Mukeda als ein sehr vielseitiger Pianist mit einem immensen Repertoire. Problemlos beherrscht er virtuos und kenntnisreich weite Teile des klassischen Klavierrepertoires von Bach bis Tschaikowsky, ist aber gleichzeitig als Ensemblemusiker und Begleiter stark nachgefragt. So bescheinigen ihm seine Mitmusizierenden, auf der Bühne einen intensiven musikalischen Dialog sowohl zwischen ihm und den anderen Ausführenden als auch mit dem Publikum aufbauen zu können. Geboren 1987 in Japan gewann Narihito Mukeda bereits in seiner Jugend verschiedene Klavierwettbewerbe, wechselte für sein Studium jedoch nach Europa, das er im Jahr 2015 an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest als Solo-Pianist abschloss. Seitdem tritt er regelmäßig in Europa und Japan auf – nicht selten gemeinsam mit renommierten Ensembles oder Künstlern, wie etwa dem Solo-Klarinettisten der Berliner Philharmoniker, Wenzel Fuchs, dem Solo-Cellisten des ebenfalls weltweit bekannten Budapest Festival Orchestra, Péter Szabó, dem ungarischen Geiger und Emmy-Award-Gewinner Vilmos Oláh oder mit dem auch in Deutschland bekannten Franz-Liszt-Kammerorchester. Narihito Mukeda lebt heute in Dresden und arbeitet dort an der renommierten Palucca Hochschule für Tanz.
Quelle: Kreuzkirche Dresden