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Der Brunnen auf der Festung Königstein ist mit 152,5 Metern der tiefste seiner Art in Sachsen und der zweittiefste Deutschlands. Seine Abteufung zwischen 1566 und 1569 war von Kurfürst August veranlasst worden, um die Wasserversorgung der künftigen Festung zu sichern. Bergleute aus dem Erzgebirge unter Leitung des Bergmeisters Martin Planer verrichteten diese Arbeit. Die Spuren ihrer Meißel sind noch heute im Schacht sichtbar.
Das Wasser wurde über die Jahrhunderte hinweg mit verschiedensten Technologien aus der Tiefe noch oben befördert: anfangs mit einem Pferdegöpel, vom 17. bis zum Ende des 19. Jhd. mit einem riesigen Tretrad (Nachbildung in Originalgröße im ersten Ausstellungsraum des Brunnenhauses), ab 1871 mit einer Dampfmaschine (im dritten Ausstellungsraum) und seit 1911 bis 1967 mit einem Elekromotor (zweiter Ausstellungsraum).Seit 1997 wird die Wasserfördertechnik mit Hilfe des restaurierten Elektromotors von 1911 demonstriert. Die Schauvorführungen finden zwischen 11-17:30 Uhr statt.
In Zeiten, in denen die Schauvorführungen NICHT stattfinden, wird im ersten Ausstellungsraum ein Film der Brunnenbefahrung vorgeführt: morgens 9 bis 11 Uhr, abends 17:30 bis 18 Uhr
Quelle: Schlösserland Sachsen